Roman Walt, Gemeinderat

Kurz und knackig

Ich setze mich für eine sachorientierte Politik ein: Themen und Probleme müssen lösungsorientiert, überlegt und ganzheitlich diskutiert werden. Offenheit und Respekt vor anderen Meinungen bilden dazu die Grundlage.

Als Vertreter der GLP Kloten trete ich seit 2014 im Parlament für diese Art von Politik ein. Als Familienvater ist mir dabei eine starke Bildung wichtig, aber auch die Themen Energie, Wirtschaft und Partizipation liegen mir am Herzen. Mit meinem Beitrag möchte ich eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde ermöglichen, Impulse setzen und Verantwortung für die Gemeinde übernehmen.

In Kürze:

  • 38jährig, verheiratet, 2 Kinder
  • Beruf: Wissenschaftlicher Bibliothekar (Fachspezialist Karten & Geodaten, ETH-Bibliothek)
  • Ausbildung als Sozialwissenschaftler UZH (MA Soziologie) und akademischer Geoinformatiker (Diplom), zuletzt MAS in Bibliotheks- und Informationswissenschaften UZH
  • Politische Ämter:
    • Parteipräsident GLP Kloten (seit 2014)
    • Gemeinderat (seit 2014, zu den Vorstössen)
    • GRPK-Mitglied (seit 2018, Sekretär seit 2020)
  • Hobbies: Musik, Garten, Literatur (skandinavische Krimis), Data Science, Sport

Über mich

Seit über 10 Jahren lebe ich in Kloten, mit der Gemeinde bin ich als Mitglied verschiedenster Vereine aber schon seit 25 Jahren verbunden. Insbesondere die Leidenschaft für Musik prägt meine persönliche Beziehung zu Kloten, da gibt es viele schöne Erinnerungen an gemeinsame Anlässe und Konzerte in ganz Kloten, und mit meiner Frau habe ich auch schon zusammen in der Stadtjugendmusik Kloten musiziert. Unsere zwei Kinder halten uns auf Trab und nicht nur sie lernen täglich was Neues, auch der Papa lernt laufend dazu!

Beruflich arbeite ich als wissenschaftlicher Bibliothekar in der Kartensammlung der ETH-Bibliothek. Als Fachspezialist für Karten und Geodaten berate ich Nutzende hinsichtlich Recherche und Einsatz von (digitalen) Karten und Geodaten, führe Schulungen durch und arbeite an und in verschiedenen Projekten, immer mit dem Ziel Wissenschaft und Gesellschaft einen Mehrwert bieten zu können. Die Arbeit ist vielfältig und dynamisch, die laufend neuen Entwicklungen im Bereich Geoinformatik und Wissensmanagement verlangen eine gute Aufmerksamkeit und bieten Chancen für Verbesserungen der eigenen Services.

In meiner Freizeit verbringe ich Zeit mit der Familie, arbeite im Garten, lese skandinavische Krimis und versuche mich in der Welt der Datenwissenschaften auf dem Laufenden zu halten. Ich spiele zudem Schlagzeug und Percussion in der Stadtmusik Illnau-Effretikon, wenn es die Zeit zulässt unterstütze ich gerne auch andere Vereine und Orchester. Hin und wieder trifft man mich auch beim Kraft- und Ausdauertraining.

Zur Politik bin ich erst spät gekommen. In der Familie haben wir früher nie über politische Themen diskutiert, und während der Schulzeit war mir Sport und vor allem die Musik in der Freizeit wichtiger. Erst während des Soziologie-Studiums an der Universität Zürich kam so langsam ein Interesse an der Politik auf. Von Anfang an störte mich aber diese zunehmende Polarisierung und Ideologisierung von und in „links“ und „rechts“. In der offenen Diskussion muss sich das beste Argument durchsetzen, und nicht das „lauteste“ – die Haltung der Polparteien, die sich oftmals gegenseitig niederschreien oder sich auf den eigenen Positionen versteifen, erschwert bis verunmöglicht das leider… Und die alten Mitteparteien hatten (und haben) keine Lösung dafür, wie Aspekte aus Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft miteinander in die Zukunft geführt werden sollen. So bin ich 2009 zu den neu gegründeten Grünliberalen gekommen, bei der ich mich nach meinem Umzug von Effretikon nach Kloten im Jahr 2010 auch aktiver einbringen wollte und dabei von der Klotener Sektion voll unterstützt wurde und werde.

Meine Ziele für Kloten

Als GLP-Politiker setze ich mich für nachhaltige, zukunftsorientierte Lösungen ein. Insbesondere in drei Bereichen sehe ich grosses Potential, mit frischen Ideen und nachhaltigen Massnahmen Kloten noch besser zu machen: in der Bildung, der Energiepolitik und der wirtschaftlichen Ausrichtung.

Starke Bildung

Die Schule Kloten hat leider nach wie vor nicht den besten Ruf. Viele Kündigungen und personelle Wechsel in den letzten Jahren haben Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrpersonal und Eltern belastet. Eine starke Bildung, die Potentiale erkennt und fördert, entsteht aber nur durch stabile und attraktive Rahmenbedingungen und eine klare Kommunikation. Das gilt für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene. Da gilt es anzusetzen.

  • Teamteaching ja, aber nur auf freiwilliger Basis mit Teams, die sich kennen. „Fokus starke Lernbeziehungen“ (FsL) soll in Kloten nicht mehr als Pflicht geführt, sondern als Option angeboten werden. Die Mehrbelastungen durch die Umlagerung verschiedenster spezialisierter Fachbereiche auf nur noch zwei Lehrpersonen pro Klasse ist zu hoch, insbesondere bei nicht eingespielten Teams. Das führt zu hoher Fluktuation. Die angestrebten Ziele von FsL werden auch nicht erreicht. Integrative Förderung soll weiter mit spezialisiertem Fachpersonal angeboten werden (können).
  • Zielgerichtete Förderung von bildungsschwachen als auch bildungsstarken Schülerinnen und Schüler (SuS). Der Fokus der Fördermassnahmen liegt aktuell stark auf bildungsschwächeren SuS, was durchaus Sinn macht. Die Sparmassnahmen der „LÜ21“ gefährden aber diesen Fokus und müssen daher laufend beobachtet und allenfalls angepasst werden. Es gibt in der Klotener Schule aber auch bildungsstarke SuS, die aktuell zu wenig gefördert werden. Hier sind die Förderprogramme anzupassen und auszubauen. Das Ziel muss sein, dass jedes Kind sein Potential voll entfalten kann.
  • Die Bibliothek als Bürger-, Bildungs- und Begegnungszentrum. Die Rolle der Bibliothek als Ort der Begegnung, der Bildung und der Kultur soll gestärkt werden. Mit dem Projekt Stadtpark (verknüpft mit der Glattalbahn) gibt es in absehbarer Zukunft die Chance, die Bibliothek neu auszurichten und zu stärken. Nicht das Stadthaus, sondern die Bibliothek ist das Zentrum, das Menschen, Orte, Potentiale verbindet (Vision kloten2030.ch). Mein Vorbild ist dabei das DOKK1 in Aarhus (Dänemark).

Nachhaltige Energie

Das Potential erneuerbarer Energien muss konsequent genutzt werden. Der neue Nachhaltigkeitsartikel in der Gemeindeordnung und die neue Gesamtenergiestrategie klingen zwar gut: Solange aber keine konkrete Massnahmen ergriffen werden, ist das alles nur heisse Luft. Mit Annahme des kantonalen Energiegesetztes erhält Kloten einen direkten Auftrag, die 1’000 Öl- und Gasheizungen zu ersetzen. Gehen wir das Thema aktiv und gemeinsam an, um Netto-Null nicht erst 2050, sondern schon 2040 zu erreichen. Das macht Kloten unabhängiger und krisenresistenter.

  • Jedes Gebäude ein Kraftwerk. Jedes Gebäude muss dazu beitragen, die Abhängigkeit von Öl, Gas und Atomstrom zu reduzieren. Dazu ist das Potential der Sonnenenergie konsequent zu nutzen. Niederschwellige Bewilligungsverfahren und der Abbau von Kostenhürden bei Grossanlagen führen zu einer verstärkten Nutzung, ohne hohe Folgekosten für die Gemeinde.
  • Dezentrale Energiesysteme fördern. Strom und Wärme müssen nicht mehr zwingend von der ibk kommen. Quartierstrom und Wärmeverbünde fördern die Souveränität der Quartiere und die Sensibilisierung von Eigentümer- und Mieterschaft für nachhaltige Systeme und Energien. Die Stadt Kloten tritt als Beraterin und Koordinatorin auf, zielführende Förderprogramme unterstützen Private und KMUs bei der Umstellung von fossilen auf nachhaltige Energieträger und bei der optimalen Eingliederung in Verbünde.
  • Gebäudebestand erneuern und Verdichtung mit hochwertigen Aussenräumen weiterführen. Der Gebäudebestand in Kloten ist an vielen Orten schon sehr alt. Diesen gilt es baldmöglichst zu erneuern, um den hohen Energieverbrauch und damit auch hohe Nebenkosten für Eigentümerschaft und Mieter zu senken. Mit einer gut geplanten Verdichtung und qualitativ hochwertigen Aussenräumen wird nicht nur energetisch positiv entwickelt, sondern auch hinsichtlich Natur und Gesellschaft. Mehr Wohnungen bedeuten zudem weniger Druck auf den Wohnungsmarkt, und damit tiefere Mieten.

Vielfältige Wirtschaft

Klotens Abhängigkeit vom Flughafen ist Fluch und Segen zugleich – die Folgen der Corona-Pandemie zeigen dies eindrücklich. Kloten ist aber nicht nur Flughafenzulieferer, sondern bietet verschiedensten KMUs ein Zuhause. Das gilt es zu stärken und zu fördern, um für die nächsten Krisen bereit zu sein und vielfältige Möglichkeiten zu bieten. Ein breit aufgestelltes, gesundes Gewerbe ist der beste Garant für ein belebtes Kloten und eine nachhaltige Finanzentwicklung.

  • Stabiler Steuerfuss ermöglichen. Nicht nur, aber auch in Krisen benötigen KMUs Planungssicherheit. Ein attraktiver, stabiler Steuerfuss hilft, den KMUs diese Sicherheit zu geben und in den Standort Kloten zu investieren. Vermieden werden müssen Unsicherheiten, welche durch kurzfristige Steuersenkungen und -erhöhungen entstehen (wie zuletzt 2010 – 2015). Anpassungen am Steuerfuss bedingen klare Rahmenbedingungen durch eine nachhaltige Finanzplanung. In der Verwaltung sollen Prozesse effizienter und digitaler weiterentwickelt werden, um Aufwände bei gleichbleibender Qualität senken zu können.
  • Gewerbe breiter aufstellen. Der Flughafen ist Wirtschaftsmotor und Risiko zugleich. Die Beziehungen zum Flughafen müssen gepflegt und auf Augenhöhe geführt werden. Durch die Ansiedlung neuer Firmen mit mehr Luftfahrtunabhängigkeit soll Kloten aber auch krisenresistenter und zukunftsfähig werden. Mit ambitionierten Zielen und Anreizen in den Bereichen Infrastruktur, Energieerzeugung und Mobilität und klaren Rahmenbedingungen sollen junge, moderne Firmen nach Kloten geholt werden. Dazu ist eine aktive Standortförderung nötig.
  • Wirtschaft als integraler und integrierender Partner betrachten. Klotens Herausforderungen sind vielfältig. Die Herausforderungen sind aber nur zu schaffen, wenn alle zusammenarbeiten: Private, Gewerbe, Gemeinde. So können und sollen Klotener KMUs Teil der nötigen Energie-, Infrastruktur- und Partizipationsprojekte der Stadt sein. Umso wichtiger ist es, eine Kultur des „Miteinanders“ zu schaffen, und nicht eines „Gegeneinanders“, wo Gewerbe und Gesellschaft gegeneinander ausgespielt werden.

Politische Vorstösse

Meine eingereichten und unterstützten Vorstösse seit 2014 sind auf der Seite der Stadt Kloten zu finden.

Kontakt

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